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Tränen zum Geburtstag

Vor wenigen Tagen feierte mein Sohn seinen 12. Geburtstag. Schon Tage davor war er ganz aufgeregt und konnte seinen Ehrentag nicht erwarten. Na ja, viel eher waren es wohl die Geschenke, wenn wir ehrlich sind. 😉 Ich war leider nicht wirklich fit, kämpfte gerade mit einer Mittelohrentzündung. Aber ich gab mein Bestes, wie bspw. am Abend zuvor, als ich versuchte, die aufwendige Wunschgeburtstagstorte meines Sohnes aus einem Youtube-Video ganz analog in unsere Küche zu zaubern. Meine Ohren ließen zu der Zeit keinerlei Geräusche von außen mehr rein und ich fühlte mich eingeschlossen in mir selbst. Merkwürdiges Gefühl!

Trauer-Flashback

Nachdem wir die morgendliche Geburtstagsrunde schön zusammen gefeiert hatten und die Kinder in Schule und Kita gelandet waren, war ich allein mit mir. Ich musste mich erstmal hinlegen, war total platt. Als ich mir später was zu essen machte, dachte ich so über meinen Sohn nach und war unglaublich stolz auf ihn.  

Und ohne, dass ich meine Gedanken dahin gelenkt hatte, sah ich plötzlich Stefan vor mir. Und noch schneller, als ich denken konnte, waren die Tränen da. Ich weinte und war traurig. Traurig für Stefan, weil er seinen Sohn nicht hatte aufwachsen sehen können. Traurig für Trevis, weil er seinen Papa nicht kennenlernen konnte und ihn zu seinem Geburtstag auch nicht vermisst. Traurig für mich, weil ich nie sehen würde können, wie Stefan überhaupt als Papa gewesen wäre. So viele Dinge, die es für uns nicht gab und nie geben wird.

Einmal Aushalten bitte

Für mich bedeutete das in dem Moment annehmen und fühlen, was sich da gerade an Trauer zeigt. Und neben dem Annehmen und Fühlen auch eine gute Portion Aushalten. Aushalten, dass es so ist, wie es ist. Und dass es in manchen Situationen eben auch mal keine Lösung gibt. Dass es für manche Fragen einfach nie mehr Antworten geben wird.

Ziemlich unbefriedigend, ich weiß! Auch wenn unser Verstand doch so gern nach Lösungen sucht, nach Wegen, um Situationen kontrollierbar zu machen. Trauer fordert unseren Verstand grob heraus. Meine Empfehlung lautet daher immer wieder, auf die Herzebene zu wechseln und sich bewusst fürs Fühlen zu entscheiden. So wie ich, als ich meine Tränen beim Kochen dann einfach laufen ließ...

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